08.08.2013
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Abtauchen in die Ortsgeschichte

Geschichten aus der Straßkirchner Historie

Straßkirchen (Landkreis Straubing-Bogen):

Im Rahmen des örtlichen Kinder- und Jugendferienprogramms konnte der Jugendbeauftragte Christian Hirtreiter den interessierten Kindern und Jugendlichen die heimatliche Geschichte näher bringen (01.08.2013). Bei einem einführenden Lichtbildervortrag wurde den Teilnehmer anhand von fotografischen Reproduktionen alter Postkarten vorgestellt, wie ein „Dorf sein Gesicht verändert“. Neben den fotografisch dokumentierten Veränderungen bekannter Gebäudekomplexe wurden auch häusergeschichtliche Informationen und Daten zu familiengeschichtlichen Ereignissen weitergegeben. Besonderes Interesse rief allerdings die mitgebrachte Postkartensammlung darunter viele heimatliche Sterbebilder von Vorfahren hervor. „Von der Hektik des Alltags in die dunkle Vergangenheit abtauchen, von der Moderne in die gute alte Zeit“ – dorthin zog es die Teilnehmer beim Betrachten der gesammelten Postkarten, Gebrauchsmünzen und alter Geldscheine. Anhand einer alten Flurkarte aus dem Jahr 1827 wurde die Siedlungsstruktur des Straßendorfs erläutert. Besonders wurde auch auf den Untergrund und noch vorhandene historische Keller eingegangen. Keller gibt es vermutlich schon seit der Gründung des Dorfes Straßkirchen, das mittlerweile 873 Jahre alt wird. Von der seit Jahrhunderten nachweisbaren Gastwirtschaft, zahlreichen Besitzerwechseln bei den Anwesen und den Nöten der armen Familien in den vergangenen Generationen wurde berichtet. Gerade aufgrund der dichter gewordenen Besiedlung ist von der Weitläufigkeit aus der Vergangenheit wenig übrig geblieben. So wurde bis vor zwei Generationen in der ehemaligen Postwiese das Straßkirchner Volksfest gefeiert. Mit der Tavernenwirtschaft eng verbunden war das verbriefte Recht der Poststation in Straßkirchen. Der massive Gasthof „Zur Post“ aus Ziegelmauerwerk stellt sich im unveränderten Stil seit Jahrhunderten dar und steht seit fast 40 Jahren auch unter Denkmalsschutz. Gerade die Reproduktionen heimatlicher historischer Postkarten fanden bei dem eingebundenen Lichtbildervortrag besonderes Interesse.

Foto postkarte1898.jpg :Der Jugendbeauftragte Christian Hirtreiter erläuterte anhand von Reproduktionen alter Postkarten, hier einer „romantischen Postkarte“ aus dem Jahr 1898 aus einer privaten Sammlung, wie sich die Gebäudesubstanz im Ortskern verändert hat.

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