02.01.2017
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Aktives Schachjahr abgeschlossen

--Straßkirchner Schachfreunde trafen sich zum Jahresabschlusstraining im Pfarrheim--

Am Freitag, 23.12.2016 konnten die Schachfreunde Straßkirchen im Pfarrheim St. Stephan ihr Jahresabschlusstraining durchführen.

Schach ist eine hervorragende Möglichkeit, produktives Denken zu entwickeln und Intelligenz zu fördern, dies war schon vor Jahrhunderten bekannt. Vor mehr als 1500 Jahren ist Schach aus Vorformen in Indien entstanden und hat sich im Mittelalter bis nach Europa ausgebreitet und erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit.

Der Wettkampfcharakter im Schachsport motiviert zudem die charakterliche Erziehung und Bildung. Das Spiel der Könige wird in Bayerns Schulen immer beliebter. Fördert der Schachsport doch Fähigkeiten wie Konzentration, eine gute Beobachtungs- und Auffassungsgabe, Kombinationsvermögen und Ausdauer. Schach kann auch positive Auswirkungen auf die Schülerleistung haben. Gerade das Kräftemessen bei Turnieren ist schulartübergreifend ein besonderer Motivator und fördert die Integration. . In verschiedenen Ländern wird der Denksport gerade in den Ganztagsschulen und durch schulübergreifende Turniere gefördert. Auch für Erwachsene und Senioren ist Schach eine gute Möglichkeit gemeinschaftlich die Freizeit sinnvoll zu gestalten.

Spielstrategie ist wichtig

Die systematische Durchführung einer Spielstrategie und die Umsetzung von Spielplänen sind in dem Brettspiel von enormer Wichtigkeit und sind so zeitlos auch im Alltagsleben nötig. Die allmähliche Verbesserung der Aufstellung der Figuren von ihren in der Ausgangsstellung unwirksam am Rande befindlichen Standorten in wirksame Positionen nennt man in der Schachtheorie die Entwicklung. Entwicklung und Stellung sind so die zentralen Aspekte von Strategie und Taktik im Schach. Ersteres wird durch die Eröffnungsphase bestimmt. Sodann wird durch das eigentliche Spiel, bei dem die Stellungen der Figuren immer neuen Situationen angepasst werden, der Spielverlauf entschieden. In vielen Sportarten spielen Taktik und Strategie eine wichtige Rolle. Bei der Taktik handelt es sich um alle organisierten Maßnahmen, die darauf ausgerichtet sind, die Spielziele zu erreichen. Während die Strategie gleichsam als die grundsätzliche, langfristige Verhaltensweise zu sehen ist.

Strategie und Taktik beim Schach

Diese Unterscheidung von Taktik und Strategie erscheint sinnvoll, da es im Schach doch einige Spielzüge dauert, bis sich die Figuren auf dem Brett gegenseitig attackieren. Bis dahin sollten sich beide Parteien anhand strategischer Grundideen in eine gute Stellung gebracht haben, um später mittels Taktik Kombinationsmöglichkeiten, beispielsweise die sogenannte „Fesselung“, d.h. das Binden einer Figur an ein Spielfeld, gewinnbringend nutzen zu können. Auch in anderen Sportarten muss man sich erst entsprechend in eine gute Stellung positionieren, um organisiert angreifen und verteidigen zu können.

Insbesondere für junge Menschen ist das Schachspiel eine Möglichkeit sinnvoll die Freizeit zu gestalten und die Gemeinschaft zu pflegen. Gerade die Jugend aber auch ältere Menschen werden so geistig stark motiviert. Der Wettkampfcharakter im Schachsport motiviert zudem die charakterliche Erziehung und Bildung von Jugendlichen. Das Schachspiel wird weltweit immer populärer.

Junger Europäer macht das Schachspielen noch attraktiver für junge Spieler

Der sechsundzwanzigjährige Norweger Magnus Carlsen ist seit 2013 Schachweltmeister und macht das Schachspiel in Europa gerade für die Jugend noch attraktiver.

Im Jahre 2004 errang Carlsen den Titel eines Großmeisters als damals zweitjüngster Spieler, wobei sein Talent nicht von ungefähr kommt: bereits als zweijähriges Kleinkind konnte er 50-teilige Puzzle zusammenbauen. Erstmals im Januar 2010 erreichte er als bislang jüngster Spieler die Spitzenposition der Weltrangliste und hat diese durchgehend seit Juli 2011 bis heute inne. Im Jahr 2014 verteidigte Carlsen seinen Weltmeistertitel im klassischen Schach, wurde aber zudem auch noch Schnellschach- und Blitzschach-Weltmeister. Vom 11. bis 30. November 2016 spielte er um die Schachweltmeisterschaft 2016 gegen den fast gleichaltrigen russischen Herausforderer Sergei Karjakin in Manhattan, USA. An seinem 26. Geburtstag gewann Carlsen, nachdem die zwölf regulären Partien mit einem Gleichstand geendet hatten, gegen den Herausforderer. Schach ist nicht nur ein zeitloser Sport, sondern wird auch zunehmend für junge Spielerinnen und Spieler attraktiver, da der amtierende euopäische Weltmeister durchaus ein "Sympathieträger" ist.

Es werden im kommenden Jahr weiterhin offene Informations- und Trainingsabende mit anschließendem freiem Schachspielabend für aktive Spieler im Pfarrheim Straßkirchen angeboten.

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