12.03.2014
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Eröffnung der Überregionalen Kunstausstellung in Straßkirchen

Festredner Dr. Kurt Höller bei der Ausstellungseröffnung: „Kunst verbindet“

Straßkirchen: Auf Initiative von Jugendbeauftragtem Christian Hirtreiter fand in Zusammenarbeit mit dem bayerischen Kulturarbeitskreis am Sonntag, 9. März 2014, die Eröffnung der diesjährigen überregionalen Kunstausstellung in Straßkirchen statt. Eingebunden sind elf Straßkirchner und sieben überregionale Künstler. Eingeladen zu der Eröffnung waren neben ausgewählten Honoratioren auch Vertreter des Berufsverbandes Bildender Künstler aus Niederbayern und Franken. Festredner Dr. Kurt Höller konnte mit einer fulminanten Rede alle 70 geladenen Gäste begeistern.

Viele Künstler wollen mit ihrem Engagement die Bevölkerung und vor allem die Jugend an die Kunst als Ausdruck der eigenen Kreativität und Form der Selbstverwirklichung heranführen. Höhepunkt der Ausstellungseröffnung war die Festrede von Dr. Kurt Höller des Landesschatzmeisters des bayerischen Kulturarbeitskreises. Der höchstengagierte Vertreter der Berufsverbandes Bildender Künstler Mittelfranken und Mitinitiator, Uhr Buley (Neuendettelsau), konnte bei seinem Grußwort die Wichtigkeit von Kunst als Bildungsgut herausstellen und jeweils die dreidimensionalen Werke der Ausstellung vorstellen. Die ausgewählten heimatlichen Künstler sind: Maria Lorenz, Ingrid und Melissa Faltermeier, Claudia Raissle, Heide Haufellner, Willi Schlecht, Erna Tschischke (statt Friedrich Tschischke), Susi Kaiser, Gottfried Czech, Johann Orth und Ralf Zierer. Auf Franken stellen dreidimensionale Kunstwerke in Straßkirchen aus: Peter Helmstetter, Walter Hettich, Uhr Buley, Gerhard Steinle, Georgine Halasz, Monika Ritter, Helge Wütscher.
Mitinitiator Buley stellte bei seinen Erläuterungen die Bedeutung von Kultur und Kunst als elementare Bestandteile des Lebensgefühls heraus und skizzierte den Künstler als Menschen anschaulich plakativ.
-----Kunst verbindet-----
„Kunst verbindet wirklich", sagte Dr. Kurt Höller zu Beginn seiner Festansprache. "In vielen kulturellen Bereichen wird Schwerstarbeit geleistet, um nach vorne zu kommen und die Bildung der Jugend zu erhöhen“, so Höller. Dr. Höller bringt schon in seinem eigenen Lebenslauf alles ein was den Menschen täglich prägt, denn nichts ist beständiger als der Wandel. Kurt Höller ist in München geboren, in Oberbayern aufgewachsen. Er hat am Benediktinerstift Metten sein niederbayerisches Abitur abgelegt und ist in Erlangen gerade dabei seine nächsten Karriereschritte aufzubauen. „Kunst und Kultur sind die Wurzeln unserer Zukunft – als Ausdruck schöpferischer Freiheit des Menschen und der Identifikation mit der jeweiligen Heimat haben sie in der modernen globalisierten Welt eine wachsende Bedeutung wie nie zuvor“, so Höller. Er führt aus, dass Kunst keiner Sprache bedarf und auf der ganzen Welt verstanden wird. Zudem verschafft die Kunst Zugang zu Welten, die sonst nur schwer zugänglich sind. Die Kunst ermöglicht Begegnungen unterschiedlicher Künstler, Menschen und verschiedenster Nationalitäten. Der mitreißende Redner sieht in der Kunst einen elementaren Bestandteil unserer Bildung und insbesondere der eigenen Kultur im Vergleich zu anderen Kulturräumen bestätigt. Dr. Höller schuf in seiner fesselnden Rede einen Spannungsbogen über die verschiedenen Stilrichtungen. Er führte das Publikum auf einer gedanklichen Reise durch die vielfältigen Facetten und bis hin zum religiösen Bereich. Höller äußerte sich auch zu der raschen Entwicklung in der Gesellschaft und zum täglich erlebten Umbruch: „Kunst ist bunt und vielfältig“, so der engagierte Festredner. Dr. Höller stellte heraus, dass gemäß der bayerischen Verfassung die Bildung nicht nur Wissen sondern auch den Charakter zum Ziel hat und Kunst ein wichtiger Bestandteil im Bildungswesen ist. Der Festredner betonte, dass die Kunst mithilft Akzeptanz zu schaffen und Grenzen zu überwinden. Er führte dazu auch biblische Beispiele wie das Überwinden sprachlicher Hürden durch den Turmbau zu Babel und das Pfingstereignis an.
----„Ernst ist das Leben, heiter die Kunst“------
Organisator Christian Hirtreiter zitierte Friedrich von Schiller „Ernst ist das Leben, heiter die Kunst“ und bekräftigte, dass man nicht nur Freude durch Kunstschaffen erlangen könne, sondern auch die Möglichkeit habe durch künstlerisches Arbeiten sich selbst zu verwirklichen. Hirtreiter betonte, dass Kunst verbindet und zur Gemeinschaft - über die Altersgrenzen – hinweg macht. „Wie man bei den dargestellten Projekten sehen kann, ist es wichtig, dass Künstler aus Niederbayern und auch aus Franken sich treffen und sich gemeinsam dem Kunstgenuss widmen“, so Hirtreiter. Aufgrund der Vielfalt der präsentierten Kunstarten – von der Kettensägenschnitzerei bis zur Enkaustik, vom Acrylbild bis zur Ölmalerei. Von der Skulptur bis zum Metallmonument sind viele Kunsttechniken gleichsam unter dem Motto „Franken trifft Altbayern“ in dieser bezirksübergreifenden Ausstellung eingebunden.
Die Kunstausstellung soll auch auf örtliche Potentiale hinweisen, sowie der Jugend vorbildliches Kunstschaffen als Möglichkeit der sinnvollen Freizeitgestaltung näherbringen.
Die musikalische Umrahmung der Festveranstaltung hatte der bekannte Straßkirchner Musiker Daniel Zollner auf „seiner Steirischen“ übernommen.
Die Kunstausstellung ist für die Öffentlichkeit werktags, jeweils von 13 bis 19 Uhr und dem letzten Ausstellungstag, 14.03.2014, von 13 bis 16.30 Uhr kostenfrei im Pfarrheim St. Stephan, Lindenstr. 6, 94342 Straßkirchen zugänglich.

Die Künstler bei der Ausstellungseröffnung vor dem Pfarrheim St. Stephan zusammen mit den Ehrengästen:
1. Reihe von links: Maria Thurner mit Enkelin Martha, Mitinitiator Uhr Buley, Gerhard Steinle, Melissa Faltermeier, Susi Kaiser, Maria Lorenz, Christian Hirtreiter
2. Reihe von links: Johann Orth, Max Tewes, Ingrid Faltermeier, Georgine Halasz, Gottfried Czech, Heide Haufellner, Dr. Kurt Höller
3. Reihe von links: Walter Hettich, Erna Tschischke, Walter Lorenz, Ralf Zierer, Helge Wütscher

Bericht und Bild: Dr. Christian Hirtreiter

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