17.01.2011
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Ereignisse + Daten + Informationen aus der Gemeinde Straßkirchen

Gemeindeinfo 2010

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,


„Wenn du schnell gehen willst, geh allein. Wenn du weit gehen willst, geh zusammen mit anderen.“ Dieses Sprichwort aus Afrika, dem Kontinent, über den wir im letzten Sommer so viel erfahren haben, kann uns weiterbringen.


Gemeinsam, das ist ein gutes Stichwort für die Kommunalpolitik. Denn vom lateinischen Wort für gemeinsam, von communis, leitet sich die Bezeichnung Kommune ab. Kommune heißt also im wörtlichen wie im übertragenen Sinne Gemeinschaft. Die Menschen fühlen sich dem Ort verbunden, in dem sie wohnen und wirken, denn dort spielt sich ihr Leben ab, dort kennen sie sich aus.


Und Kommunen stehen heute vor großen politischen Herausforderungen, wie dem demografischen Wandel oder den knappen Haushaltskassen, die sich am besten gemeinsam meistern lassen. Also indem viele zusammenwirken, neben den Parteien auch die Verbände und Vereine, oder, anders gesagt, wenn es eine große Gemeinschaft gibt, die sich für „ihre“ Gemeinde engagiert.

Das kommunalpolitische Handeln bestimmen Sach- oder Sparzwänge. In den Kommunen wird nach wie vor viel bewegt. Denn mehr Lebensqualität, gleiche Chancen für alle, ein Ausgleich der Interessen, sie entstehen nicht von selbst. Dazu bedarf es politischer Initiativen und eines verantwortungsbewussten Handelns, das die Gemeinschaft oder das Ganze im Blick hat.

2010 ging es wieder aufwärts. Deutschland, auch Straßkirchen ist besser und schneller durch die Krise gekommen als zunächst angenommen; Unternehmen und Gewerkschaften haben verantwortungsvoll agiert. Die Wirtschaft nahm erneut Fahrt auf, Unternehmen und Dienstleister stellten neue Arbeitskräfte ein, die Gemeinde verzeichnete wieder mehr Einnahmen.

Die Gemeinde hat im Jahr 2010 in den Kindergarten St. Martin, in die Turnhalle, in die Ortsverbindungsstraße nach Irlbach und in die Photovoltaikanlage auf den Schuldächern, um nur die größeren Maßnahmen zu nennen, rund 1,3 Millionen Euro investiert. Diese Maßnahmen haben die Gemeindeentwicklung positiv beeinflusst und die Lebensqualität der jüngeren und älteren Bürgerinnen und Bürger verbessert.

Aber das Konjunkturbarometer schwankt und die Haushaltslage der Städte und Gemeinden ist nach wie vor angespannt. Die Kommunen sind unterfinanziert, gleichzeitig kommen immer mehr Aufgaben und Ausgaben auf sie zu. Deshalb möchte ich auch an dieser Stelle an unsere Land- und Bundestagsabgeordneten appellieren, die Interessen der Kommunen im Auge zu behalten. Denn wenn Kommunen sich schwer tun, ihre Aufgaben zu erfüllen, geht das zu Lasten ihrer Bürgerinnen und Bürger und irgendwann auch zu Lasten unserer Demokratie.

Der Gemeinderat Straßkirchens setzt sich dafür ein, der Wirtschaft und den Familien ein gutes Umfeld zu bieten. Wir werden 2011 mit unseren Anstrengungen fortfahren, unsere Gemeinde gut aufzustellen. Wirtschaftsförderung, Familienfreundlichkeit und Bildung stehen oben auf unsere Agenda.

Junge Eltern stellen heute den Anspruch, eine genügende Anzahl von Betreuungsplätzen und gute Schulen vorzufinden; sie erwarten Unterstützung, damit sie Beruf und Familie verbinden können. Deshalb werden wir 2011 den Bau einer Kinderkrippe beim Kindergarten St. Elisabeth beginnen, sowie den Bedarf neu berechnen, um bis 2013 ein ausreichendes Angebot für die unter Dreijährigen vorweisen zu können.

Freiwilliges Engagement ist für das kommunale Zusammenleben ein ganz großes Plus. Viele Entscheidungen, viele Aktivitäten, die Straßkirchen weitergebracht und unsere Gemeinde lebenswert gemacht haben, sind mit der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger zustande gekommen oder beruhen gänzlich auf ihren Initiativen und ihrer Tatkraft. Und ich bin sicher, es gibt in unserer Gemeinde noch weitere Menschen, die aktiv würden, wenn sie richtig angesprochen würden oder wenn sie ein ihnen gemäßes Angebot fänden.

Freiwilliges Engagement gibt der Gemeinde ein mitmenschliches Gesicht, es stiftet Zusammenhalt.Deshalb möchte ich allen Straßkirchnerinnen und Straßkirchnern, die sich im vergangenen Jahr für andere und das Gemeinwohl eingesetzt haben, ganz herzlich danken.

Danken möchte ich gleichzeitig allen anderen Bürgerinnen und Bürgern, die in ihrem Beruf, in ihrem Amt, an ihrem Platz dazu beitragen, dass das Leben in Straßkirchen gut funktioniert.

Danken möchte ich auch den Personen, die kranke und hilfsbedürftige Menschen betreuen und pflegen.

Ich wünsche unseren Kranken und den Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die persönliche und wirtschaftliche Sorgen haben, Genesung, Zuversicht und Glück!

Meine Weihnachts- und Neujahrsgrüße gelten auch für alle ehemaligen Mitbürgerinnen und Mitbürger unserer Gemeinde, die heute woanders leben, sich aber immer noch mit ihrer Heimat verbunden fühlen.

Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, wünsche ich ein friedliches Weihnachtsfest sowie ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr.

Diese Wünsche überbringe ich auch im Namen des Gemeinderates und aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde.

Ich bin sicher, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, mit gemeinsamen Anstrengungen sind wir auf einem guten, auf dem richtigen Weg, um Straßkirchen weiter zu bringen.

Ihr
Eduard Grotz
1. Bürgermeister

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