18.07.2014
1 Bewertungen Rating
Schriftgröße

Planungswochenende der ILE-Gäuboden-Gemeinden in Windberg

Gemeinsam Zukunft diskutiert

Windberg (Straubing-Bogen): Zu einem Planungswochenende konnten sich die Vertreter der ILE-Gäuboden-Gemeinden von 11.-12. Juli 2014 in der Bildungsstätte Windberg treffen und die Herausforderungen für die Zukunft diskutieren. Zwei Jahre nach dem Start dieser "integrierten Entwicklung" konnte der derzeitige Vorsitzende der ILE Gäuboden, Straßkirchens Bürgermeister Christian Hirtreiter, 30 Teilnehmer im Windberger Klostersaal willkommen heißen.

Am 30. März 2012 hatten sich die Gemeinden Aiterhofen, Feldkirchen, Irlbach, Leiblfing, Oberschneiding, Salching und Straßkirchen zur Stärkung des ländlichen Raumes zur „ILE Gäuboden“ (integrierte ländliche Entwicklung) zusammengeschlossen.
Bei seiner Begrüßungsansprache konnte Prämonstratenser-Abt Hermann Josef Kugler den Teilnehmern aus Sicht der sich stark im Aufwind sich befindenden Windberger Klostergemeinschaft berichten und auf die dynamischen Entwicklungen der modernen Zeit eingehen. Um sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen, müsse man auch immer neue Wege beschreiten. So wurden umfangreiche Maßnahme im zum Windberg Konvent gehörenden Kloster Roggenburg abgeschlossen und damit für die Mitbrüder in Roggenburg ideale Voraussetzung für eine weitere Entwicklung geschaffen. Er freute sich, dass die Gäubodengemeinden das nahegelegene Kloster Windberg als Begegnungsstätte und Austragungsort dieses Strategiewochenendes gewählt hatten.
Schwerpunkt des Wochenendes war die Arbeit an einem integrierten ländlichen Entwicklungskonzept. Hierzu hatten die beteiligten Gemeinden jeweils vier Vertreter - die größeren Gemeinden Aiterhofen und Leiblfing fünf Vertreter-, darunter einige Unternehmer, ausgewählt um alle Handlungsfelder für die Zukunft zu diskutieren. Das integrierte ländliche Entwicklungskonzept - kurz ILEK - ist ein strukturiertes Konzept zur ländlichen Entwicklung, welches zum Ziel hat die Lebens-, Arbeits-, Erholungs und Naturraumsituation weiterzuentwickeln. Hierbei werden regionaltypische Besonderheiten eingebunden und Netzwerke aufgebaut bzw. bestehende Netzwerke weiter aktiviert. Das Landauer Amt für Ländliche Entwicklung und der zuständige Projektbetreuer Thomas Schöffel hatten hier in Kooperation mit Prof. Dr. Konrad Schindlbeck und Prof. Dr.Ing. Josef Stettmer bereits Vorarbeiten getätig und das Wochenende durchgeführt. Im Rahmen von 12 Diskussionsforen wurden verschiedene wichtige Bereiche bearbeitet. Diese Schwerpunktthematiken waren im vergangenen Jahr bereits bei einem Workshop der verantwortlichen Bürgermeister der ILE-Gäubodengemeinde herausgearbeitet worden. Die beiden Hochschullehrer der Technischen Hochschule Deggendorf, Prof. Stettmer und Prof. Schindlbeck, moderierten in den Foren die Diskussion zu den Themenfeldern: "Regionales Bewußtsein schaffen", "Wohnortnahe Arbeitsplätze", "Kindertagesstätten", "Energie", "Gewässerentwicklung", "Innenraumentwicklung", "Infrastruktur", Senioren, Öffentlicher Nahverkehr, Jugend- und Sozialarbeit, Moderne Verwaltung und Radwegenetz, Naherholung und Tourismus.
Es wurden Ansätze für weitere intensive Zusammenarbeit besprochen und zusätzlich zu den bereits bestehenden Feldern initiert.

Ein Teil der interkommunalen Zusammenarbeit ist auf der Verwaltungsebene und bei den Bauhöfen bereits realisiert. In diesen Bereichen wurde realisiert, dass zwischen den Gemeinden auf verschiedenen Tätigkeitsfeldern die Arbeiten zentralisiert wurden.
Es handelt sich dabei beispielsweise um die Bereiche Standesamt, Bauhoforganisation und verkehrssicherungsrechtliche Kontrollaufgaben, Rentenangelegenheiten und Personalverwaltung. Als erster Schritt wurde für das Gebiet dieser Gemeinden ein neuer Standesamtsbezirk mit der Bezeichnung „Standesamt Gäuboden“ gegründet. Das Standesamt wurde bei der Verwaltungsgemeinschaft Aiterhofen eingerichtet und hat die standesamtlichen Aufgaben bereits übernommen. Ebenfalls zum Jahresbeginn 2013 wurden die Personalverwaltungen der VG Aiterhofen und der VG Straßkirchen bei der Verwaltungsgemeinschaft Straßkirchen zentralisiert.
Das Ziel dieser Interkommunalen Zusammenarbeit soll sein, die Aufgaben noch qualifizierter und effektiver zu bewältigen, den Service und die Qualität für unsere Bürger zu verbessern und langfristig die Erledigung der Aufgaben wirtschaftlicher zu gestalten. Zusätzlich zu den bereits monatlich durchgeführten Besprechungen der Geschäftsstellenleiter der beteiligten Gemeinden werden wichtige Themenfelder wie die weitere Zusammenarbeit u.a. im Bereich der Jugendarbeit intensiviert.



Die Vertreter der Gemeinden Aiterhofen, Feldkirchen, Irlbach, Leiblfing, Oberschneiding, Salching und Straßkirchen diskutierten im Kloster Windberg wie künftig die integrierte ländliche Entwicklung gemeinschaftlich gestaltet werden kann: Im Bild 2. von links Prämonstratenser Abt Hermann Josef; Moderator Prof. Dr. Jonrad Schindlbeck (1.von rechts, Technische Hochschule Deggendorf); Prof. Dr.-Ing. Josef Stettmer (5. von rechts, Technische Hochschule Deggendorf) zusammen mit den Bürgermeistern und Vertretern aus den Gäubodengemeinden im Innenhof des Klosters

Ist dieser Artikel für Sie hilfreich?