18.04.2017
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Kreiskriegertreffen im Mai 2017 thematisiert

Im Sitzungssaal der Gemeinde Straßkirchen fand das alljährliche Treffen der historisch interessierten Straßkirchner statt. Eingangs wurde dem jüngst verstorbenen Karl Biendl, der für den Ortsteil Paitzkofen mitgearbeitet hatte, gedacht. Um auch künftig die Belange der ehemaligen Gemeinde Paitzkofen einzubinden, werden in den kommenden Wochen geeignete Personen angesprochen. Schwerpunkt des Abends war die Vorstellung der Planungen des Kreiskriegertreffens am 21. Mai 2017 in der Straßkirchner Gäubodenhalle.

Als Vertreter des Kriegerkreisverbandes konnte Anton Aigner die Planungen erläutern. Zu der Festlichkeit sind alle Straßkirchner Ortsvereine und die Delegationen der 21 zum Kriegerkreisverband gehörigen Krieger- und Reservistenvereine des Landkreises Straubing-Bogen eingeladen. Die musikalische Umrahmung beim Umzug und der Friedenswallfahrt übernehmen die Brandlberger Buam und die Irlbacher Donaumusikanten. Am Sonntag, 21. Mai 2017 beginnt die Friedenswallfahrt um 9.30 Uhr mit der Aufstellung der Vereine bei der Straßkirchner Gäubodenhalle mit anschließendem Zug über den Hiebweg, die Lindenstraße einmündend in die Straubinger Straße zur Pfarrkirche St. Stephanus. Nach dem Gottesdienst mit Pfarrer Michael Killermann um 10.15 Uhr, welcher musikalisch durch die Brandlberger Buam mitgestaltet wird, treffen sich die Vereinsabordnungen auf dem Dorfplatz zum Zug zum Straßkirchner Kriegerdenkmal in der Paitzkofner Straße. Nach dem Gedenken beim Straßkirchner Kriegerdenkmal wird der Zug zur Gäubodenhalle fortgesetzt um dort das Mittagessen einzunehmen. Am Nachmittag findet zwischen 14 und 16 Uhr ein Volksmusiknachmittag mit Gstanzlsingen dort statt. Bürgermeister Christian Hirtreiter führte aus, dass die Patenschaft der Gemeinde Straßkirchen mit der 3. Kompanie des Sanitätslehrregiments Niederbayern 2017 genau 10 Jahre besteht. Die Patenschaft der Gemeinde Straßkirchen mit militärischen Einheiten aus der Gäubodenkaserne Feldkirchen besteht sogar länger seit fast drei Jahrzehnten.

1989 hatte unter Führung des damaligen Straßkirchner Bürgermeisters Xaver Weinzierl die Heeresfliegerstaffel 4 der Gäubodenkaserne unter Staffelkapitän Major Trieb das Band der Patenschaft aufgenommen.
Besonderes Augenmerk wurde auf die Patenschaftsurkunde, welche im Amtszimmer des Straßkirchner Bürgermeisters hängt, gelegt. Die Urkunde war damals hervorragend künstlerisch vom Straßkirchner Künstler Friedrich Tschischke gestaltet worden. Der 1918 geborene Ehrenvorsitzende der Straubinger Künstler hatte diese Urkunde mit aufwendigen Ornamenten versehen, sodass die Urkunde auch über 25 Jahre nach ihrer Entstehung noch ein zeitloses Kunstwerk darstellt. Der bekannte Künstler Friedrich Tschischke war selbst als Artellerieoffizier Weltkriegsteilnehmer und ist im Winter 2006 verstorben. 2007 wurde vom damaligen Kompaniechef Oliver Behr, heute Oberfeldarzt, die Patenschaft mit der 3. Kompanie des Sanitätslehrregiments besiegelt. Mit starker Beteiligung wurde im Jahr 2015 ein Gelöbnis mit fast 1000 Teilnehmern und über 200 Rekruten, welches einen Glanzpunkt für weitere gedeihliche Zusammenarbeit darstellt, in Straßkirchen durchgeführt.

Flankierend zu diesem Festtag wird am Freitag, 19. Mai 2017 um 18 Uhr eine öffentliche Führung im Straßkirchner Schulmuseum durch Schulamtsdirektor a.D. Willi Goetz angeboten. Am Samstag, 20. Mai 2017, wird im Pfarrheim St. Stephanus das reichhaltige Archiv des Straßkirchner Krieger und Reservistenvereins vorgestellt. Beleuchtung finden dabei u.a. das sog. "Heldenbuch", wo detailliert die Verwendung und Zugehörigkeiten der ehem. Straßkirchner Kriegsteilnehmer des 1. und 2. Weltkriegs dargestellt sind. Nachfahren können so Einblicke über bisher nicht öffentlich gezeigte Dokumentationen erhalten. Darüber hinaus wird auch auf die Geschichte des Straßkirchner Kriegerdenkmals, welches sich mittlerweile auf dem dritten Standort, in der 111-jährigen Geschichte befindet, eingegangen.




















Die Patenschaftsurkunde der Gemeinde Straßkirchen mit der Heeresfliegerstaffel aus der Gäubodenkaserne aus dem Jahr 1989, die künstlerisch wertvoll von Friedrich Tschischke gestalltet wurde.





















Das Straßkirchner Kriegerdenkmal ist Ort des Gedenkens beim Kreiskriegertreffen am 21. Mai 2017. Das künstlerisch schön gestaltete Monument hat den Wandel der Jahrzehnte und drei Standortplätze seit der Errichtung 1906 gut überstanden. Die historische zweiseitige Einladung zu den Einweihungsfeierlichkeiten am 6. und 7. Juli 1906 war künstlerisch schön gestaltet. Die Feierlichkeiten waren mit einem großen Konzert und einer Serenade flankiert. Die Feierlichkeiten waren damals ein regional besonderes Ereignis.
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