08.11.2016
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Neue Jugendgruppe in der Stützpunktwehr etabliert

Aktives Vereinsjahr abgeschlossen - 25 Einsätze und über 522 freiwillige Einsatzstunden absolviert

Die Stützpunktfeuerwehr Straßkirchen hatte am Samstag 5.11.16 im Gasthof „Zur Post“ die diesjährige Jahreshauptversammlung durchgeführt. Mit einem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder wurde die Versammlung eingeleitet. Der Versammlung war ein von Pfarrer Loxley Sebastian Paravakall zelebrierter Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Stephan vorausgegangen. Vorsitzender Willi Gritsch konnte bei der Versammlung berichten, dass sich die starke Jugendgruppe erfreulicherweise hervorragend in die Gesamtfeuerwehr integriert hat und daher die Zukunft gesichert sei. Höhepunkt der Versammlung war daher die namentliche Vorstellung der jungen Feuerwehrdienstleistenden, welche ihren aktiven Dienst bei der Feuerwehr nun angetreten haben.

Bei dieser ordentlichen Mitgliederversammlung wurde beim Kassenbericht von Bugl Michael detailliert auf die Einnahmen und Ausgaben im Laufe des Jahres eingegangen. Beim Bericht der Schriftführung erinnerte Franz Stettmeier an die Veranstaltungen und Feste des abgelaufenen Jahres. Auch das Maibaumaufstellen mit anschließender Maibaumversteigerung im Oktober wurde als vereinsübergreifende Veranstaltung hervorgehoben. Ehrend wurde den verstorbenen Mitgliedern gedacht. Den Kassenprüfbericht, der eine einwandfreie Kassenführung feststellte, konnte Josef Altschäffl vortragen. Bürgermeister Christian Hirtreiter betonte, dass man den vielen ehrenamtlich dienstleistenden Menschen Dank und Anerkennung zollen muss. Die langjährige Bindung zur Feuerwehr, erfordert viel Fleiß und ehrenamtliches Engagement. Ohne selbstloses Engagement ist ein funktionierendes Gemeinwesen nicht denkbar. Er betonte, dass sich in den vergangenen Jahrzehnten der Feuerwehrdienst stark geändert hat. Früher wurden die Feuerwehren hauptsächlich bei Brandeinsätzen benötigt, heutzutage sind dies vielfach technische Hilfeleistungen. Gerade aber vor dem hohen Stellenwert von ehrenamtlichem Engagement sei langjährige Tätigkeit in verantwortlicher Funktion für ein funktionierendes Gemeinwesen wichtig. Aufgrund des heutigen geänderten Freizeitverhaltens wollen viele Menschen keine langfristigen Bindungen und Verpflichtungen insbesondere im Ehrenamt mehr übernehmen, deshalb sei das Engagement in der Feuerwehr besonders wertvoll. Hirtreiter betonte, dass ihn die neue Straßkirchner Feuerwehrjugendgruppe besonders freue, denn es sei schon lange keine Selbstverständlichkeit, dass sich so viele junge Nachwuchskräfte für den Dienst bei der Feuerwehr begeistern lassen. Denn so stellte er heraus "Nur wer die Jugend hat, hat Zukunft", das gelte gerade für den ehrenamtlichen Dienst im Feuerwehrwesen.

Zahl der Einsätze erniedrigt - aber viele Einsatzstunden geleistet

Kommandant Adolf Hundshammer gab einen ausführlichen Bericht zu den Einsätzen der Stützpunktfeuerwehr seit November 2015. 25 Einsätze mit über 522 Einsatzstunden waren notwendig, wobei davon ein Engagement bei 19 Technischen Hilfeleistungen und sechs Brandunfällen stattfand. Dies waren im Jahr 2015 um 14 weniger wie im Jahr davor. Die 72 aktiven Feuerwehrdienstleistenden haben daneben insgesamt 1467 Ausbildungs- und Übungsstunden absolviert. Die Leistungsprüfung „Gruppe im Hilfeleistungseinsatz“ wurde von drei Feuerwehrgruppen mit Erfolg absolviert. Zusätzlich wurden auch vier Absperrdienste und Sicherheitswachen geleistet. Die Mannschaftsstärke der Stützpunktfeuerwehr wurde mit den beiden Führungskräften Kommandant und Stellvertreter, 13 Gruppenführern und 39 Feuerwehrdienstleistenden deutlich vor Augen geführt. Es war kein Austritt aus dem Feuerwehrdienst im abgelaufenen Jahr zu verzeichnen. Hundshammer bekräftigte, dass dies die höchste Zahl aktiver Feuerwehrdienstleistenden in der Straßkirchner Feuerwehr seit Jahrzehnten sei. Von den 18 Jugendfeuerwehrdienstleistenden, sind dabei erstmals acht weibliche Feuerwehrkameradinnen zu verzeichnen. Besondere Erwähnung fand die laufend aktualisierte Geräte- und Schutzausstattung der Feuerwehr. Es wurden jüngst sogar Gerätschaften für den Einsatz bei der technischen Hilfeleistung und neue persönliche Schutzausrüstung der Feuerwehrdienstleistenden angeschafft. Die größte Anschaffung war der Einkauf und der Einbau der neuen Digitalfunkgeräte, sowie die Ersatzbeschaffung einer Wärmebildkamera. Neu wurde für das Feuerwehrgerätehaus ein Computer mit Großbildschirm beschafft, welcher die Alarmmeldungen vor dem Einsatzgeschehen mit Ortsangabe im Gerätehaus sichtbar macht. Der Großbildschirm und die schnelle Visualisierung findet bei den Alarmierungen regen Anklang. Derzeit sind 23 Maschinisten mit der erforderlichen Führerscheinklasse in der Ortsfeuerwehr tätig. Ein Maschinist hat das Angebot der Feuerwehr und der Gemeinde Straßkirchen unter finanzieller Förderung von jeweils 300 Euro den Erwerb eines Führerscheins durchzuführen angenommen und befindet sich derzeit in Ausbildung. Die Maschinisten wurden zusätzlich zu den einmal monatlich stattfindenden regulären Übungen im Rahmen von vier Maschinistenübungen unterrichtet. Für die jüngsten Gemeindemitglieder erfolgte sowohl im Kindergarten als auch in der örtlichen Grund- und Mittelschule eine Brandschutzerziehung.
Ein Höhepunkt im Vereinsjahr war der staatliche Ehrenabend der drei Ortsfeuerwehren mit Auszeichnung der langjährig engagierten Feuerwehrmänner durch den Landkreis Straubing-Bogen.

Gruppenführer Manuel Lankes gab als Atemschutzbeauftragter einen Bericht ab. Er wies auf die vielen Einsatzübungen der speziell für den Einsatz als Atemschutzträger geschulten über 30 Feuerwehrmänner hin. Es wurden für die Feuerwehrmänner Schulungen im Straubinger Einsatzzentrum organisiert und die notwendigen Pflichtuntersuchungen durchgeführt

Beim Bericht des neuen Jugendwarts Patrick Hein, der die Aufgaben des bisherigen Jugendwarts Matthias Michl übernahm, wurde die Neugründung einer Jugendgruppe im Sommer 2016 hervorgehoben. Matthias Michl übernimmt innerhalb der Feuerwehr neue Tätigkeitsbereiche. Duch die Nachwuchswerbeaktion "Cool genug für ein heißes Hobby" wurde eine neue Jugendfeuerwehrgruppe initiert und die Beteiligung der 18 jungen Feuerwehrdienstleistenden, sowohl an den Schulungen als auch an den Vereinsaktivitäten sei besonders hervorzuheben. Es wurde darauf hingewiesen, dass als neuer stellvertretender Jugendwart Markus Obermeier nun neu tätig sei. Beim Jugendfeuerwehrzeltlager in Oberschneiding konnten die jungen Feuerwehrdienstleistenden auch in Kontakt mit den anderen jungen Feuerwehrdienstleistenden der umliegenden Feuerwehren treten. Besondere Erwähnung fand, dass die Mitglieder der bisherigen Jugendfeuerwehr bis auf eine Ausnahme, eines Wohnsitzwechsels, nach wie vor bei der Straßkirchner Feuerwehr ihren Dienst leisten. Die jungen Menschen der neuen Jugendfeuerwehr konnten durch ein gemeindliches Informationsschreiben zu dem ehrenamtlichen Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr angesprochen werden und konnten den Dienst für die Allgemeinheit begeistert 2016 antreten. Die Ausstattung mit entsprechenden neuen Uniformen erfolgte ebenso.

Die neue Straßkirchner Jugendfeuerwehr im Bild mit den Führungskräften, sowie den beiden Jugendwarten Patrick Hein und Markus Obermeier.

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