08.08.2011
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Reservisten Treffen in der Gäubodenkaserne

Zum 31. Juli 1991 also vor genau 20 Jahren schieden die damaligen Wehrpflichtigen aus der 1. Gebirgsdivision – dem Straubinger Panzergrenadierbatallion 242 aus.

20 Jahre nach der turbulenten Zeit trafen sich ehemalige Soldaten und Vertreter des Straßkirchner Krieger- und Reservistenvereins in der Gäubodenkaserne. Der Initiator und Organisator der Straßkirchner Jugendbeauftragte Christian Hirtreiter organisierte für die noch nicht volljährigen Teilnehmer einen Kunstworkshop. Oberleutnant Held und Hauptmann Schrüfer führten die 52 Teilnehmer durch die Kaserne.

Oberleutnant Held stellte die jetzigen militärischen Formationen der Gäubodenkaserne vor. Das Sanitätslehrregiment Niederbayern in Feldkirchen entstand im Juli 2003 aus dem Gemischten Lazarettregiment 12. Das Regiment hat einen Ausbildungsauftrag und ist dem Sanitätsamt der Bundeswehr unterstellt. Zentraler Auftrag des Sanitätsdienstes ist es, die Gesundheit der Soldatinnen und Soldaten zu schützen, zu erhalten und wiederherzustellen.

Dieses gilt insbesondere für Auslandseinsätze, in denen gesundheitliche Gefahren drohen, denen Soldaten im Inland nicht ausgesetzt sind.

Es gilt die Maxime, den Soldaten im Falle einer Erkrankung, eines Unfalles oder einer Verwundung im Auslandseinsatz eine medizinische Versorgung zuteilwerden zu lassen, die im Ergebnis dem fachlichen Standard in Deutschland entspricht.

Dieser Anspruch gilt für das gesamte Spektrum medizinischer Versorgungsleistungen. Der Sanitätsdienst stellt mit seinen Kräften und Mitteln auch die medizinische Versorgung der Soldaten im Inland sicher.

Heute leistet der Sanitätsdienst der Bundeswehr seinen Beitrag zur Erfüllung der Aufträge der Bundeswehr an vielen Standorten innerhalb und außerhalb Deutschlands. Er bedient sich dabei modernster Medizintechnologie, hochflexibler Sanitätseinrichtungen, neuentwickelter Transportmittel und –wege, sowie ständiger Aus-, Weiter- und Fortbildung aller im Sanitätsdienst eingesetzten Soldaten auch in Kooperation mit zivilen Einrichtungen um den sicherlich hohen Anspruch der Bundeswehr gerecht zu werden, so Held.

Die ehemaligen Offiziere, Unteroffiziere und Wehrpflichtigen des am 1. Oktober 1993 aufgelösten Verbandes waren sich einig, dass Traditions- und Kameradschaftspflege der ehemaligen Panzergrenadiere wichtig sei. Besonders ist die Anbindung an die jetzt in der Kaserne angesiedelten Sanitätseinheiten wichtig. Hingewiesen wurde auf den großen Tag der offenen Tür am 22. Oktober 2011 in der Gäubodenkaserne. Nach 45 Jahren Bestand wurde 2001 die gesamte 1. Gebirgsdivision mit einem großen Zapfenstreich aufgelöst. Die damals mit 22.000 Soldaten größte Division in Mitteleuropa wurde der 10. Panzerdivision in Sigmaringen unterstellt. Die Gebirgsjägerbrigade 23 als "Spezialeinheit" der Division mit Standorten in Oberbayern besteht noch heute. Hirtreiter berichtete von den bleibenden Erinnerungen u. a. bei der Winterkampfausbildung und von der alljährlichen internationalen Soldatenwallfahrt nach Lourdes.

Am 21. August 2011 wird im Rahmen eines Volksfestbesuchs (Treffpunkt: 12.00 Uhr Erntekrone des Festgeländes) eine weitere Möglichkeit für den Austausch von Bildern und Erinnerungen angeboten, zu dem der Organisator abschließend einlud.

Foto: Gruppenbild beim Kasernenbesuch vor dem Stabsgebäude des Sanitätslehrregiments Niederbayern: Oberleutnant Held (1. von rechts), Christian Hirtreiter (2. von rechts) und Kriegervereinsvorsitzender Anton Aigner(1. Von links)

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