23.10.2013
0 Bewertungen Rating
Schriftgröße

Schachveranstaltung vom 29.09.2013

Spiel der Könige - eine sinnvolle Art der Freizeitgestaltung für die Jugend

Straßkirchen: Die interessierten Schachspieler des ehemaligen Straßkirchner Schachclubs trafen sich am 29.9.2013 im Straßkirchner Pfarrheim und konkretisierten die weiteren Planungen für einen regelmäßig durchzuführenden Schachtrainingsabend.

Schach ist eine hervorragende Möglichkeit, produktives Denken zu entwickeln und Intelligenz zu fördern. Das Spiel der Könige wird in Bayerns Schulen und der Jugend immer beliebter. Fördert der Schachsport doch Fähigkeiten wie Konzentration, eine gute Beobachtungs- und Auffassungsgabe, Kombinationsvermögen und Ausdauer. Auch für Erwachsene und Senioren ist Schach eine gute Möglichkeit gemeinschaftlich die Freizeit sinnvoll zu gestalten, daher initierte der gemeindliche Jugendbeauftragte Christian Hirtreiter dieses Treffen um die Schachspieltradition in Straßkirchen wieder zu beleben. Einige aktive Spieler des ehemaligen Straßkirchner Schachclubs haben sich in die Planungen und deren Umsetzung ebenso eingebunden. Gerade das Kräftemessen bei Turnieren sei schulartübergreifend ein besonderer Motivator. Schach kann auch positive Auswirkungen auf die Schülerleistung haben. Untersuchungen und Studien beweisen sogar, wie sich das kontinuierliche Schachspielen auf Konzentrationsfähigkeit, Intelligenz, Rechtschreibfähigkeit und die Fähigkeit der Kinder auswirkt, sich in der Schule zu integrieren. In verschiedenen Ländern wird der Denksport gerade in den Ganztagsschulen und durch schulübergreifende Turniere gefördert. Die systematische Durchführung einer Spielstrategie und die Umsetzung von Spielplänen ist in dem Brettspiel von enormer Wichtigkeit und ist so zeitlos auch im Alltagsleben nötig.

Im Rahmen der Veranstaltung konnte der Vorsitzende des Straubinger Schachclubs, Josef Reiseck, auf die schachsportliche Jugendarbeit eingehen und auch die Pflege des Schachspiels als sportliche Disziplin ausführlich erörtern. Insbesondere für junge Menschen ist das Schachspiel eine Möglichkeit sinnvoll die Freizeit zu gestalten und die Gemeinschaft zu pflegen. Gerade die Jugend aber auch ältere Menschen werden so geistig stark motiviert. Der Wettkampfcharakter im Schachsport motiviert zudem die charakterliche Erziehung und Bildung von Jugendlichen. Der Schachclub Straubing ist ein alter Traditionsverein. Bereits 1884 gründet hat er mit kurzen Unterbrechungen die Wirren der Zeit überstanden. In seiner sportlich besten Zeit spielte der Verein in den 1960-er Jahren in der damals höchstklassigen bayerischen Oberliga und in den 1980-er Jahren in der zweiten Bundesliga. Auch viele namhafte Einzelspieler brachte der Verein hervor, so Reiseck. In der Zeit vor dem 2. Weltkrieg war es vor allem Hans Strassl der sich in Bayern einen Namen machte. Auch heute finden Blitz- und Schnellschachturniere statt. Der ehemalige Straßkirchner Schachclub war über viele Jahre ebenso sehr erfolgreich. Die tragenden Familien Bücherl und Becher haben neben anderen Mitgliedern auch Meistertitel erringen können. Seit vielen Jahren ruhen allerdings die Aktivitäten im Bereich "Schach", sodass der regelmäßige freitägliche Schachübungsabend im Staßkirchner Pfarrheim leider Vergangenheit ist. Jugendbeauftragter Christian Hirtreiter berichtete zu den noch vorhandenen Materialien des Staßkirchner Schachclubs. So sind 13 vollständige Schachbrettspiele und 40 Wettkampfuhren für das Blitzschachspiel vorhanden. Es wird demnächst ein regelmäßiger offener Trainingsabend, insbesondere für Jugendliche, mit anschließendem Schachspielabend für aktive Spieler im Pfarrheim St. Stephan angeboten.

Die Aktiven des ehemaligen Straßkirchner Schachclubs mit dem Straubinger Schachclubvorsitzenden Josef Reiseck (2. von links) und Jugendbeauftragtem Christian Hirtreiter (1. von rechts)

Bericht und Bild: Dr. Christian Hirtreiter

Ist dieser Artikel für Sie hilfreich?