23.01.2014
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Eine generationsübergreifende Freizeitgestaltung für Jung und Alt etabliert sich in Straßkirchen

Spiel der Könige Informationsabend am 17.01.2014

Martin Schaller referierte zum Endspiel beim Schach

Straßkirchen: Auf Initiative des gemeindlichen Jugendbeauftragten Christian Hirtreiter fand am Freitag, 17. Januar 2014, im Straßkirchner Pfarrheim ein Informationsabend zum Thema „Das Endspiel beim Schach“ statt. Referent Martin Schaller konnte hierbei fundiert verschiedene Taktiken beim Schach vorstellen.

Konzentration ist wichtig für eine erfolgreiche Schachpartie

Die systematische Durchführung einer Spielstrategie und die konzentrierte Umsetzung von Plänen sind in dem Brettspiel von enormer Wichtigkeit und sind zeitlos auch im Alltagsleben nötig. Es gewinnt der Spieler, der den gegnerischen König schachmatt setzt (aus dem Persischen: Schāh Māt = „Der König ist hilflos“). Im Turnierschach, bei dem mit einer festgelegten Bedenkzeit und Schachuhren gespielt wird, verliert ein Spieler, wenn er seine anberaumte Zeit überschreitet. Falls der gegnerische König nicht „matt“ gesetzt ist, endet die Partie trotz exzellenter Spielstellung bei Zeitüberschreitung mit einem „unentschieden“. Zu den weiteren vielfältigen Möglichkeiten eines unentschiedenen Spielausgangs wurde berichtet. Entwicklung und Instellungbringen von Spielfiguren sind so die zentralen Aspekte bei einer erfolgreichen Schachpartie. Auch in anderen Sportarten muss man sich erst entsprechend in eine gute Stellung positionieren, um organisiert angreifen und verteidigen zu können, berichtete Schaller.

Schulschach wird immer beliebter

Insbesondere für junge Menschen ist das Schachspiel eine Möglichkeit sinnvoll die Freizeit zu gestalten und die Gemeinschaft zu pflegen. Gerade die Jugend aber auch ältere Menschen werden so geistig stark motiviert. Der Wettkampfcharakter im Schachsport motiviert zudem die charakterliche Erziehung von Jugendlichen. Das Schachspiel wird insbesondere in Mitteleuropa immer populärer, so Schaller. Der erst zweiundzwanzig Jahre alte Norweger Magnus Carlsen ist seit kurzem Weltmeister. Daher ist Schach nicht nur in Skandinavien, sondern auch für jüngere Menschen bei uns immer interessanter. Schach ist eine hervorragende Möglichkeit, produktives Denken zu entwickeln und Intelligenz zu fördern. Das Spiel der Könige wird in Bayerns Schulen immer beliebter. Fördert der Schachsport doch Fähigkeiten wie Konzentration, eine gute Beobachtungs- und Auffassungsgabe, Kombinationsvermögen und Ausdauer. Schach kann auch positive Auswirkungen auf die Schülerleistung haben. Gerade das Kräftemessen bei Turnieren sei schulartübergreifend ein besonderer Motivator. Untersuchungen und Studien beweisen sogar, wie sich das kontinuierliche Schachspielen auf Konzentrationsfähigkeit, Intelligenz, Rechtschreibfähigkeit und die Fähigkeit der Kinder auswirkt, sich in der Schule zu integrieren. In verschiedenen Ländern wird der Denksport gerade in den Ganztagsschulen und durch schulübergreifende Turniere gefördert. Auch für Erwachsene und Senioren ist Schach eine gute Möglichkeit gemeinschaftlich die Freizeit sinnvoll zu gestalten, daher initiierte der gemeindliche Jugendbeauftragte Christian Hirtreiter dieses Treffen um fundierte Kenntnisse für die spielentscheidenden Züge zu erhalten. Es wurde auch auf die Verbindung von Kunst und Schach hingewiesen: der leider zu früh verstorbene Schachmeister Josef Böck hatte sich neben seinen Sporterfolgen auch künstlerisch dem Schach gewidmet. Ein von Josef Böck aus Hartwerkstoff mit Kupferplatten gefertigtes kunstvolles Schachbrett diente als Beispielsobjekt.

Im Februar 2014 wird ein weiterer offener Informations- und Trainingsabend mit dem Vorsitzenden des Straubinger Schachclubs, Josef Reiseck, zum Thema „Das Bauerndiplom des Schachspiels“ mit anschließendem Schachspielabend für aktive Spieler in Straßkirchen angeboten. Im März 2014 referiert Martin Schaller zu Strategien im Endspiel beim Schach im Pfarrheim St. Stephan.

Bericht und Bild: Christian Hirtreiter

Martin Schaller (am Bild rechts am Schachbrett vorn) referierte zum Endspiel beim Schachinformationsabend im Straßkirchner Pfarrheim St. Stephan.

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