09.11.2011
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Staatliche Ehrung für 40 Jahre aktiven Dienst in der Stützpunktwehr

Staatliche Ehrung für 40 Jahre aktiven Dienst in der Stützpunktwehr

Aktives Vereinsjahr abgeschlossen - 28 Einsätze und über 38 freiwillige Einsatzstunden absolviert

Straßkirchen: Die Stützpunktfeuerwehr Straßkirchen hatte am Samstag 5.11.11 im Gasthof „Zur Post“ die diesjährige Jahreshauptversammlung durchgeführt. Mit einem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder wurde die Versammlung eingeleitet. Der Versammlung war ein von BGR Willibald Hirsch zelebrierter Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Stephan vorausgegangen. Vorsitzender Willi Gritsch konnte bei der Versammlung berichten, dass sich die starke Jugendgruppe erfreulicherweise stabilisiert hat und daher die Zukunft gesichert sei. Höhepunkt der Versammlung war die staatliche Ehrung von zwei Verantwortlichen für 40 Jahre aktiven Dienst.

Bei dieser ordentlichen Mitgliederversammlung wurde beim Kassenbericht von Englram Gerhard detailliert auf die Einnahmen und Ausgaben im Laufe des Jahres eingegangen. Beim Bericht der Schriftführung erinnerte Rupert Bugl an die Veranstaltungen und Feste des abgelaufenen Jahres. Ehrend wurde den 9 verstorbenen Mitgliedern gedacht. Bürgermeister Eduard Grotz betonte, dass man den vielen ehrenamtlich dienstleistenden Menschen Dank und Anerkennung zollen muss. Die langjährige Bindung zur quasi ältesten Bürgerinitiative, der Feuerwehr, erfordert viel Fleiß und ehrenamtliches Engagement. Ohne selbstloses Engagement ist ein funktionierendes Gemeinwesen nicht denkbar.

Zahl der Einsätze erhöht

Kommandant Adolf Hundshammer gab einen ausführlichen Bericht zu den Einsätzen der Stützpunktfeuerwehr seit November 2010. 28 Einsätze mit über 38 Einsatzstunden waren notwendig-, wobei davon ein Engagement bei 18 Technischen Hilfeleistungen und zehn Brandunfällen stattfand. Dies waren im Jahr 2011 um 8 mehr wie im Jahr davor. Die 44 aktiven Feuerwehrmänner haben daneben insgesamt 1003 Ausbildungs- und Übungsstunden absolviert. Die Leistungsprüfung „Gruppe im Löscheinsatz“ wurde von drei Feuerwehrgruppen mit Erfolg absolviert. Zusätzlich wurden auch ein Absperrdienst und eine Sicherheitswache geleistet. Die Mannschaftsstärke der Stützpunktfeuerwehr wurde mit den beiden Führungskräften Kommandant und Stellvertreter, 12 Gruppenführern und 30 Feuerwehrdienstleistenden deutlich vor Augen geführt. Besondere Erwähnung fand die laufend aktualisierte Geräte- und Schutzausstattung der Feuerwehr. Es wurde jüngst sogar ein Alarm-Faxgerät für das Feuerwehrgerätehaus angeschafft.

Der stellv. Kommandant Manuel Lankes gab als Atemschutzbeauftragter seinen Bericht ab. Er wies auf die vielen Einsatzübungen der speziell für den Einsatz als Atemschutzträger geschulten fast 30 Feuerwehrmänner hin. Es wurden für zwei Feuerwehrmänner Schulungen im Brandübungscontainer in Osterhofen und für die alle Atemschutzträger auch im Brandhaus in Plattling organisiert. Im Berichtsjahr haben Andreas Botzek und Stefan Klinkhart den Atemschutzlehrgang in Bogen bestanden.

Beim Bericht des stellv. Jugendwarts Matthias Michl wurde die Neugründung einer Jugendgruppe im Sommer 2009 hervorgehoben. Besondere Erwähnung fand, dass die Mitglieder der neuen Jugendfeuerwehr 2011 bei einem sportlichen Wettbewerb in Windberg teilnahmen. Die jungen Feuerwehrmänner konnten auch bei der kreisweiten Aktion „Sauber macht lustig“ wertvolle Unterstützung leisten.

Staatliche Ehrung für 40 Jahre Dienst

Geehrt wurden für 40 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr: Willi Gritsch und Rupert Bugl. Für 30 Jahre Tätigkeit als aktiver Feuerwehrmann wurde Ferdinand Fuest ausgezeichnet. Die Ehrung für eine zehnjährige Dienstzeit erhielten Michael Bugl, Thomas Schäfer und Michael Paukner.

Die staatliche Ehrung für 40 Jahre Feuerwehrdienst nahm stellv. Landrat Josef Laumer vor. Laumer betonte, dass sich in den vergangenen 40 Jahren der Feuerwehrdienst stark geändert hat. Früher wurden die Feuerwehren hauptsächlich bei Brandeinsätzen benötigt, heutzutage sind dies vielfach technische Hilfeleistungen. Gerade aber vor dem hohen Stellenwert von ehrenamtlichem Engagement sei langjährige Tätigkeit in verantwortlicher Funktion für ein funktionierendes Gemeinwesen wichtig. Aufgrund des heutigen geänderten Freizeitverhaltens wollen viele Menschen keine langfristigen Bindungen und Verpflichtungen insbesondere im Ehrenamt mehr übernehmen. So sei leider die heute im Freistaat Bayern tätige Zahl von 322000 ehrenamtlichen Feuerwehrleuten im Vergleich zu der Zahl vor 19 Jahren um 22000 Feuerwehrdienstleistende zurückgegangen. Vor diesem Hintergrund bewertete Josef Laumer die bayernweite Kampagne zur Nachwuchs- und Mitgliedergewinnung für die bayerischen Feuerwehren mit dem Thema „Stell dir vor, du drückst und alle drücken sich. - Keine Ausreden! Mitmachen!“ als hervorragend. Viele junge Menschen können durch die Informationen rund um das Thema "Ehrenamtlicher Dienst in den Feuerwehren" zusätzlich angesprochen und für einen Dienst für die Allgemeinheit begeistert werden.

Die Laudatio für die beiden verdienten mit der staatlichen Ehrung ausgezeichneten Feuerwehrmänner hielt Kommandant Adolf Hundshammer.

Adolf Hundshammer sagte, dass Willi Gritsch seit 40 Jahren aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Straßkirchen ist. Gritsch trat 1971 in die erste Straßkirchner Jugendfeuerwehrgruppe ein. Von 1973 bis 1984 war er im Amt des Schriftführers, von 1984 bis 2002 als Kommandant der Stützpunktfeuerwehr tätig. Seit 2002 übt er mit großer Begeisterung das Amt des Vereinsvorsitzenden aus. Seit 27 Jahren ist er bei dem jährlichen Feuerwehrdorffest stark engagiert und hat mit hohem Zeitaufwand das 125-jährige Gründungsfest 2003 als Festleiter gestaltet. Neben der Absolvierung aller entsprechenden Lehrgänge und der Ausbildung im Bereich der technischen Hilfeleistung war Gritsch bis 1997 als Atemschutzträger im Einsatz.

Für den Feuerwehrkammeraden Rupert Bugl wurde ebenso ein Überblick über sein langjähriges Engagement gegeben. Rupert Bugl trat im Mai 1971 in die erste Straßkirchner Jugendfeuerwehr ein und absolvierte bis zum Jahr 2008 alle Leistungsprüfungen bei der örtlichen Feuerwehr. Seit 27 Jahren ist er als Schriftführer der Feuerwehr tätig. Mit besonderem Engagement war Rupert Bugl auch bei dem 125-jährigen Gründungsfest 2003 im Festausschuss tätig. Durch ihre Tätigkeiten haben sich die beiden Feuerwehrverantwortlichen ehrenamtlich um das Feuerwehrwesen verdient gemacht. Daher wurde, entsprechend den Regularien, die seltene staatliche Ehrung für 40 Jahre aktive Dienstzeit vom stellvertretenden Landrat Josef Laumer vorgenommen.

Kreisbrandrat Johann Leidl wünschte, stellvertretend für die ebenso anwesenden Landkreisführungskräfte Kreisbrandmeister Markus Huber und Kreisbrandinspektor Reinhard Krieger, der Straßkirchner Stützpunktfeuerwehr insbesondere auch für die landkreisübergreifende Tätigkeit eine glückliche Hand.

 Bericht und Foto: Dr. Christian Hirtreiter

 

Foto zeigt:

Die geehrten Feuerwehrmänner der FFW Straßkirchen (40 Jahre aktiver Dienst) im Kreis der Ehrengäste: von rechts: stellv. Landrat Josef Laumer, Kommandant Adolf Hundshammer, Bürgermeister Eduard Grotz, Willi Gritsch, Kreisbrandmeister Markus Huber, Rupert Bugl, Kreisbrandinspektor Reinhard Krieger und Kreisbrandrat Johann Leidl

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