17.10.2016
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Kath. Frauenbund - Weißbier trifft Weiße Lady

Käse- und Bier-Seminar ein voller Erfolg

Gut 35 Gäste, darunter auch einige Männer, waren der Einladung des Katholischen Frauenbundes gefolgt und ließen sich von der Referentin Gisela Niklas-Eiband, als Vertreterin der bayerischen Milchwirtschaft, durch die geführte Verkostung leiten.

Eingeleitet durch die Frage, wie die Zahlen 40, 400 und 4000 zusammenhängen, (40 Biersorten, 400 Käsesorten, 4000 verschiedene Biere in Bayern) kam die Vortragende schnell zum Thema Käse. So wurde den Anwesenden mit kurzen Filmsequenzen gezeigt, wie Käse manuell aber auch industriell hergestellt wird. Da Käse aus den im Grunde gleichen Zutaten besteht, verändern z.B. Reifetemperatur und Reifedauer den Geschmack des Käses. Anschließende Fragen wurden kompetent von Frau Niklas-Eiband beantwortet.

Nach der Theorie des Käses wurden den Zuhören dann die einzelnen Zutaten eines Bieres und ihre jeweilige Funktion erklärt. So hatte das Reinheitsgebot 1516 auch mehrere praktische Funktionen, zum einen wurde verhindert, dass Weizen, der als Nahrung gebraucht wurden, verwendet wurde, aber mindestens genauso wichtig war, dass im wahrsten Sinne des Wortes berauschende oder sogar giftige Kräuter nicht mehr ins Bier kamen.

Doch was wäre all die Theorie ohne Praxis? Und davon gab es dann jede Menge: 7 verschiedene Käsesorten und 6 verschiedene Biere durften nacheinander und miteinander probiert werden. Dabei gab die Referentin immer eine „Idealkombination“ vor, z.B. eben Weißbier und Weiße Lady, ein Edelschimmelweichkäse. Die Gäste sollten aber auch andere Kombinationen vornehmen, z.B. Weiße Lady und Pils. Schnell fanden alle Anwesenden heraus, dass manche Paarungen tatsächlich besser schmeckten als andere.

Während beim Käse die Steigerung in der Geschmacksintensität lag (vom Butterkäse über Bergkäse bis hin zum Romadur), waren die ersten 4 Biere eher bekannt (Helles, Pils, Dunkles und Weizen). Die Überraschung für die Geschmacksnerven kam erst zum Schluss mit einem Eisbock, welcher im Endeffekt Bierkonzentrat ist, das sich im Inneren eines gefrorenen Fasses findet und einem Pale Ale, einem modernen Craft-Bier, für das vor allem ungewöhnliche Hopfensorten verwendet werden.

Satt vom Käse und beschwingt von den diversen Bieren ließen alle Anwesenden den Abend noch gemütlich ausklingen.


Bericht und Bild: Frau Leutschafft

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