11.05.2011
1 Bewertungen Rating
Schriftgröße

Seligsprechung von Papst Johannes Paul II.

Wer glaubt ist nie allein

Pilgern ist „Beten mit den Füßen“

Die Gäubodenpilger bei der Fahrt zur Seligsprechung von Papst Johannes Paul II.

Rom/Straßkirchen: Von unseren Vorfahren wurden die Pilgerreisen unter harten Entbehrungen und viel persönlichem Schweiß in wochenlangen Märschen bewältigt. Nur mit dem Allernotwendigsten ausgestattet mit dem Pilgerstab und der Pilgertasche machte man sich auf den Weg nach Rom. Als „Beten mit den Füßen“, verstanden die Pilger ihren Weg. Heute ist es möglich in nur 14 Stunden Busfahrt nach Rom zu gelangen. Auch ist eine Pilgergruppe (Ludwig Schiller) alljährlich mit dem Rad zum Marienwallfahrtsort Altötting unterwegs. Komfortabel aber nicht ganz ohne Anstrengungen erreicht man das Ziel. 73 Monate nach seinem Tod wurde Papst Johannes Paul II. am Petersplatz in Rom seliggesprochen. Über eine Million Teilnehmer darunter auch Pilger aus Straßkirchen waren bei der Festmesse mit Papst Benedikt XVI dabei. In einer Rekordzeit von gerade sechs Jahren wurde der polnische Papst selig gesprochen. Die französische Nonne Marie Simon-Pierre hatte am Vorabend zur Seligsprechungsfeier bei einem Nachtgebet im Zirkus Maximus von ihrer wundersamen Genesung von der grausamen Parkinson-Krankheit berichtet. In einer unvergleichlichen Atmosphäre des Glaubens wurde der 26-jährigen Amtszeit des verstorbenen Papstes gedacht. Tausende von kleinen Kerzenlichtern durchfluteten den römischen Nachthimmel. Die vielen deutschen Teilnehmer an dem Nachgebet und gerade die charismatische Darlegung des Leidens des „großen Mannes“ des Glaubens brachte eine Aura der Verbundenheit aller Pilger.

Die Regensburger Pilgergruppe war von den Mauern der Engelsburg aus direkt in den fast dreistündigen Gottesdienst zur Seligsprechung eingebunden. Weiß-Blaue-Rauten-Fahnen waren mehr als der Farbtupfer in der riesigen Menge der Teilnehmer, die sich um das Geschehen drängten. Mit der "Kraft eines Riesen" hat der selige Papst die Kirche ins neue Jahrtausend geführt und ihr eine Orientierung für die Zukunft gegeben, so Papst Beneditk XIV bei seiner Predigt. Als Festtag ist jährlich der 22. Oktober, der Jahrestag des Amtsantritts im Jahr 1978, festgelegt. Daneben kam bei der Pilgerreise natürlich auch das Kennenlernen der ewigen Stadt mit ihren bedeutenden Sehenswürdigkeiten nicht zu kurz.

Die Teilnehmer konnten sehr vielfältige Erfahrungen und Erlebnisse mit nach Hause nehmen.

Ist dieser Artikel für Sie hilfreich?